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Zielgruppe

Aufgenommen werden Jugendliche mit einer intellektuellen Leistungsfähigkeit im Durchschnittsbereich im Sekundarstufenalter beider Geschlechts, in der Regel aus dem Einzugsgebiet des Furttals. In Ausnahmefällen kann der Eintritt aber schon in der 6. Klasse oder aus einem anderen Gebiet erfolgen. Die Jugendlichen verfügen über eine Sonderschulbedürftigkeit Typus A Verhalten/Lernen (vgl. Richtlinien VSA).

Die KGS ist für Lernende konzipiert, welchen es in ihrer momentanen Situation nicht oder nur teilweise möglich ist, in der Regelschule zu partizipieren. Die eng geführte Tagesstruktur, die hohe Betreuungsdichte und die kleinen Klassen ermöglichen es den Jugendlichen, Lernerfolg zu haben.

Ist eine der untenstehenden Bedingungen erfüllt, ist keine Aufnahme möglich:

  • Jugendliche mit einer intellektueller Leistungsfähigkeit im Bereich einer schwerwiegenden Lernbehinderung
  • Gewaltbereitschaft
  • Suchtmittelabhängigkeit
  • Delinquenz
  • Selbst- und Fremdgefährdung
  • schwerwiegende Körper- und Sinnesbeeinträchtigung
  • Eltern verweigern die Kooperation

 

Leitziel

Es ist unser erklärtes Ziel, die Jugendlichen nach der obligatorischen Schulzeit in ein möglichst selbständiges und sinnerfülltes Leben zu führen. Es soll ihnen als junge Erwachsene möglich sein, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Die KGS hat eine hohe Quote an Teil- und Vollintegrationen in die Regelschule. Der Berufseintritt in den 1. Arbeitsmarkt passiert direkt von der KGS ab der 3. Sek oder ausgehend aus dem Regelsystem nach einer erfolgreichen Reintegration in die Regelschule.

  • Die entsprechende Vorbereitung beginnt bereits in der 1.Sek und gestaltet sich fächerübergreifend
  • dabei wird auch grosser Wert auf eigene Erfahrungen in der Berufspraxis gelegt.

Wegweisend für diesen Integrationsprozess ist der individuell ausgelegte Förderplan eines Lernenden, basierend auf

  • Diagnostischen Abklärungen
    (SPD, Lernstanderfassungen, Logopädieabklärungen, Entwicklungsberichte, SSG u.s.w.)
  • Gemeinsamen Beobachtungen aus dem Alltag und gemeinsamer Verantwortung in der Arbeit an den individuell vereinbarten Zielen
    (gemäss ICF-Kriterienkatalog unter Einbezug aller Systeme)

 

Grundprinzipien

Die  KGS beruft sich in ihrer Arbeit auf folgende drei Grundprinzipien:

Partizipation/Kooperation – Prävention  – Empowerment

Dabei zeichnet sie sich in ihrer Arbeit dadurch aus, dass nach folgenden Werten und Haltungen gearbeitet wird.

 

Partizipation/Kooperation

Allgemein

  • Die Zusammenarbeit auf allen Ebenen ist transparent
  • Die Kommunikation ist wertschätzend und offen
  • Beziehungsarbeit ist die Basis für eine gute Lernatmosphäre
  • Die Schule ist konfessionell neutral
  • Die KGS hält sich an den Lehrplan und orientiert sich an den ICF Kriterien


Schülerebene

  • Die SuS gestalten den Schulalltag in Absprache mit dem Schulteam mit

Schulebene

  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit teamintern und mit allen relevanten Stellen für die Befähigung der Lernenden hin zu einem gelingenden Lebensalltag
  • Schulische Kooperation nach dem Bezugspersonenprinzip
  • Frühe Einbindung der Umweltfaktoren der Jugendlichen in deren Entwicklungsprozess

Mitarbeiterebene

  • Intra- und interprofessioneller Austausch zur Definition, Evaluation und Umsetzung der Ziele
  • Ressourcenorientierung

Elternebene

  • Die Eltern lassen sich bei entsprechenden Problemstellungen auf eine Stärkung ihrer Erziehungs- und Handlungskompetenzen ein.
  • Die Eltern partizipieren am Schulalltag und dem Entwicklungsprozess ihrer Jugendlichen.

Mittagsfamilien

  • Die KGS-Schüler werden von Mittagsfamilien aus der Region betreut und verpflegt.
  • Die Mittagsfamilien sind im Austausch mit der Sozialpädagogik und untereinander.

 

Prävention

Die KGS gehört dem Netzwerk Gesundheitsfördernde Schulen an. Im Mittelpunkt steht dabei die physische und psychische Gesundheit der Jugendlichen wie auch des Schulteams.

Schülerebene

  • Die psychische wie auch die physische Gesundheit sind Voraussetzung für einen erfolgreich verlaufenden Entwicklungsprozess zu einer nachhaltigen Integration in die Gesellschaft.
  • Die Jugendlichen führen eine ausgleichende Freizeitgestaltung im Sinne einer gesunden Work-Life-Balance
  • Es wird wert auf eine ausgewogene Pausenverpflegung gelegt
  • Bewegungspausen sind integriert in den Schulalltag
  • Permanente Anwesenheit der Sozialpädagogik, die bei Bedarf niederschwellig intervenieren kann
  • Prävention im Unterricht und Teilnahme an Präventionsprojekten

Mitarbeiterebene

  • Eine positive Atmosphäre innerhalb des Teams bildet die Basis für eine gute Arbeit mit den Jugendlichen. Das gegenseitige Verständnis füreinander, das Wissen um die Stärken und Schwächen, Vorlieben und Ansichten bilden die Voraussetzung für ein gutes Arbeitsklima. Es finden regelmässig Intervisionen und Supervisionen statt.

 

Empowerment

Schülerebene

Die Stärkung von Ressourcen und Fähigkeiten der Jugendlichen für die Herausforderungen des Alltags ist entscheidend für eine erfolgreiche berufliche und gesellschaftliche Integration.

  • Erfolge werden sichtbar gemacht und gefeiert
  • Intrinsische Motivation wird gefördert
  • Talentportfolio wird erarbeitet
  • Diverse Praxisangebote in der Berufswelt
  • Interne und externe Therapien: Logopädie, DaZ, Psychotherapie, Psychomotorik

Mitarbeiterebene

  • Der hohe professionelle Anspruch zeigt sich durch konstante Weiterbildungen und den Wissenstransfer ins Team

 

Schulbetrieb    

  • Tagesschule mit Mittagsbetreuung durch Partnerfamilien
  • Der Transfer zu den Partnerschulhäusern wird mit dem Fahrrad zurückgelegt. Fahrräder stehen bei Bedarf zur Verfügung.
  • Das Schulpersonal setzt sich zusammen aus der Schulleitung, heilpädagogischen Lehrpersonen, sozialpädagogischen Fachpersonen, einer Praktikumsstelle, und wird begleitet durch den Schulpsychologischen Dienst.
  • Zur Organisations- und Unterrichtsentwicklung, Qualitätssicherung sowie der Teamentwicklung bildet sich das Schulteam regelmässig weiter.
  • Die Qualitätssicherung stützt sich auf interne und externe Instrumente zur Überprüfung der Ebenen der Institution, des Personals und der Schülerschaft.

 

Therapien

Es wird unterschieden zwischen internen und externen Therapien:

  • Logopädie und Deutsch als Zweitsprache (DaZ) werden bei Bedarf intern angeboten. Die Schulleitung entscheidet über die Bewilligung der beantragten Therapien.
  • Andere Therapien werden extern durchgeführt. Die Zuweisung für externe Therapien erfolgt auf Empfehlung des SPD in Absprache mit der SL. Die Finanzierung entspricht den Richtlinien des VSA.

 

Regionale und örtliche Lage

Dällikon liegt im Nordwesten von Zürich, im Herzen des Furttals, und ist sowohl mit der S-Bahn (S6) von Zürich HB in 20 Minuten erreichbar (via Oerlikon – Regensdorf), sowie auch mit einem Bus der Verkehrsbetriebe Glatttal (Bus 449 Industrie Dällikon).

Die Kleingruppenschule Dällikon befindet sich im Zentrum der Industriezone, die sich zwischen den Gemeinden Dällikon und Buchs erstreckt, abseits von Verkehr und Lärm. Die Lage der Schule bietet viele niederschwellige Integrationsmöglichkeiten ins Berufsleben.

 

Langwiesenstrasse 7 | 8108 Dällikon
(im Gebäude des Budget Motels)

 

Finanzen

Die Finanzierung des gesamten Schulbetriebs wird durch Gemeinde- und Staatsbeiträge gewährleistet. Die Aufteilung des finanziellen Aufwandes auf diese zwei Kostenträger erfolgt nach den gesetzlichen Bestimmungen. Für Lager, Exkursionen und Mittagessen werden den Eltern Verpflegungsbeiträge in Rechnung gestellt.